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Moselschleife im Herbst

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Flüsse in Deutschland

Im Allgemeinen wird der Begriff Fluss als ein natürlich fließendes, lineares Gewässer auf den Landoberflächen bezeichnet. Eine konkretere Definition steht nicht zur Verfügung. Lediglich eine Abgrenzung zu kleineren Bächen oder größeren Strömen ist hier vorgesehen. Flüsse, die in eines der Weltmeere münden nennt man Hauptflüsse, während die hier einmündenden kleineren Flüsse als Nebenflüsse bezeichnet werden.

Die Angaben zu den Größen der verschiedenen Flüsse in Deutschland werden im Großen und Ganzen durch die Breite des Flussbettes sowie durch die Länge der Gewässer definiert. Durch Deutschland fließen zahlreiche Flüsse, deren Quelle aber auch deren Mündungen außerhalb der Landesgrenzen liegen. Oftmals zählen diese zwar zu den größten und längsten Flüssen, wobei jedoch nur ein geringer Anteil sich tatsächlich durch das Land bewegt. Bei der Festsstellung, welches nun als längster Fluss in Deutschland anzusehen ist, wird daher an erster Stelle die Donau anzugeben sein.

Rhein Mit einer Gesamtlänge von etwa 2.810 Kilometern ist diese tatsächlich als längster Fluss zu bezeichnen, wobei dieser jedoch lediglich auf einer Strecke von 647 Kilometern durch das Land fließt.

Rhein

Mit einer Gesamtlänge von etwa 2.810 Kilometern ist diese tatsächlich als längster Fluss zu bezeichnen, wobei dieser jedoch lediglich auf einer Strecke von 647 Kilometern durch das Land fließt.

In diesem Bereich stehen beispielsweise der Rhein (865 Kilometer auf deutschem Gebiet), die Weser (750 Kilometer auf deutschem Gebiet) oder auch die Elbe (727 Kilometer auf deutschem Gebiet) deutlich vor der Donau, auch wenn deren jeweilige Gesamtlänge im Verhältnis dazu erheblich kürzer ist.

Zahlreiche Flüsse mit einer Länge von über 200 Kilometern

Durch Deutschland fließen zahlreiche Flüsse, die sich mit mehr als 200 Kilometern durch das Land schlängeln. Von diesen ist beispielsweise die Weser der zweitlängste innerdeutsche Fluss, der mit seinen etwa 750 Kilometern von der Quelle im Thüringer Wald bis zur Mündung in die Nordsee bei Bremerhaven nur durch deutsches Gebiet fließt.

Der Rhein, der in den Schweizer Alpen nahe Disentis  entspringt und bei Rotterdam in die Nordsee mündet, führt über 865 Kilometer durch Deutschland und ist damit der längste durch Deutschland fließende Fluss, wobei er mit einer Gesamtlänge von 1.233 Kilometern Gesamtlänge deutlich kürzer ist als die Donau.

Hier nun eine kurze Auflistung der Flüsse in Deutschland, geordnet nach der Gesamtlänge und ihrem Durchfluss durch die Bundesrepublik:

Flüsse in Deutschland
Fluss Länge Länge in Deutschland
Donau 2.810 Kilometer Länge davon 647 Kilometer durch Deutschland
Rhein 1.233 Kilometer Länge davon 865 Kilometer durch Deutschland
Elbe 1.091 Kilometer Länge davon 727 Kilometer durch Deutschland
Oder 866 Kilometer Länge davon 179 Kilometer durch Deutschland
Weser 750 Kilometer Länge davon 750 Kilometer durch Deutschland
Mosel 549 Kilometer Länge davon 242 Kilometer durch Deutschland

Anhand dieser kurzen Auflistung wird bereits deutlich, dass zahlreiche Flüsse lediglich mit einem geringen Anteil an Kilometern durch Deutschland fließen. So besitzt beispielsweise der Main eine Gesamtlänge von 569 Kilometern, wobei er sich auch in seinem vollen Umfang durch das Land bewegt.

Daneben gibt es naturgemäß noch erheblich mehr Flüsse, die über eine Gesamtlänge von mehr als 200 Kilometern verfügen wie beispielhaft  der Neckar (384 Kilometer), die Spree in Berlin (382 Kilometer) oder auch die Ruhr (227 Kilometer) und die Isar bei München (295 Kilometer). Die meisten Flüsse spielen aufgrund ihrer Lage und der Quantität an Wassermengen auch eine bedeutende Rolle in der Schifffahrt. Sie sind wichtige Handelswege und bieten den Unternehmen somit eine entsprechende Alternative zum Transport von Gütern.

Die Flüsse von der Quelle bis zur Mündung

Eine Vielzahl der Flüsse, die durch Deutschland fließen, entspringen nicht in unsere Lande, sondern besitzen ihre Quellen im benachbarten Ausland. Ebenso unterschiedlich sind die Meere, in die sie letztlich münden.

Auch wenn sie durch zahlreiche Nebenflüsse auf ihrem Lauf durch Deutschland gespeist werden, so steht der Name des Flusses dennoch im Allgemeinen für das gesamte Flusssystem.

Hier nun eine kurze Darstellung der wichtigsten Flüsse, ihren Quellen und Mündungen:

Flüsse, ihren Quellen und Mündungen
Fluss Quelle Mündung
Donau Furtwangen (Baden-Württemberg) Schwarzes Meer (Rumänien)
Rhein Disentis (CH) Nordsee (Rotterdam/NL)
Elbe Riesengebirge (CZ) Nordsee (Cuxhaven)
Oder Ostrau (CZ) Ostsee (Stettin/PL)
Mosel Épinal (F) Vogesen Rhein (Koblenz)
Isar Scharnitz (Österreich – Alpen) Donau Deggendorf/Bayern
Ruhr Winterberg/Rothaargebirge Rhein/Duisburg

Die Donau ist von diesen Flüssen nicht nur der längste, sie besitzt auch gleich zehn Anrainerstaaten, die sie auf ihrem Weg begrüßen. So fließt der längste Fluss Deutschlands neben Deutschland auch durch Österreich, Ungarn, die Slowakei, Serbien, Rumänien, Kroatien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine.

Der Rhein hingegen begnügt sich damit, durch die Schweiz, die Niederlande und durch Deutschland seine Aufwartung zu machen. Ab einer Länge von 10 Kilometern fließen ganz oder teilweise durch Deutschland 897 Flüsse, wobei es noch diverse Gewässer gibt, die von ihrer Gesamtlänge darunter liegen oder letztlich noch nicht abschließend recherchiert worden sind.

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Written by Stefan

2 Comments

ch. kortenjan

Wo Werra sich und Fulda küssen,sie ihren Namen büssen müssen. Und so entsteht durch diesen Kuss. Deutsch bis zum Meer der Weserfluss.Und nicht im Thüringer Wald oder an der Fuldaquelle. In Hannoversch – Münden in Niedersachsen

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