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Bei Vitaminen denkt man sofort an Obst und Zitrusfrüchte aber auch andere Lebensmittel enthalten Vitamine!

Bei Vitaminen denkt man sofort an Obst und Zitrusfrüchte aber auch andere Lebensmittel enthalten Vitamine!

Vitamine sind organische Verbindungen, die jeder Körper benötigt. Je nach Art erfüllen sie verschiedene Aufgaben. So hilft bspw. Vitamin A beim Aufbau neuer Zellen, während Vitamin C unter anderem das Bindegewebe und die Wundheilung unterstützt. Außerdem schützt es den Menschen vor Umwelteinflüssen. Trotz ihrer enormen Wichtigkeit kann der Körper allerdings fast keine Vitamine selbst produzieren. Die Ausnahme bildet das Vitamin D, das über Sonnenstrahlung aufgenommen bzw. die Bildung im Körper anregt. Dann speichert der Körper das Vitamin in ausreichender Menge für sonnenarme Tage.

Da also kaum Vitamine selbst produziert werden, muss der Mensch alle wichtigen Vertreter der Stoffklasse über die Nahrung aufnehmen. Kommt es zu einem Mangel, können gefährliche Krankheiten die Folge sein. Zur Zeit der Seefahrer vom 15. bis zum 18. Jahrhundert war bspw. die Krankheit Skorbut sehr verbreitet. Dabei handelt es sich um einen Mangel an Vitamin C, der dadurch zustande kam, dass man nur konservierte Nahrung, aber kein frisches Obst und Gemüse, mit auf die Schiffsreisen nahm. Infolgedessen erkrankten unzählige Besatzungsmitglieder an der Krankheit, die sich durch Zahnfleischbluten, Schwächeanfälle, Wund- und Hautprobleme sowie Fieber zeigte und nicht selten zum Tod führte.

Andere Erkrankungen durch Vitaminmangel sind zum Beispiel Beri-Beri und Nachtblindheit. Beri-Beri ist ein Mangel an Vitamin B1, der häufig in Asien, wo man sich hauptsächlich von Reis und Soja ernährte, auftrat. Als Nachtblindheit bezeichnet man eine eingeschränkte Sehfähigkeit bei Nacht, an der oftmals Personen in Folge von zu wenig Vitamin A erkrankten. Allgemein stellen solche Krankheitsbilder aber heutzutage und besonders in hochentwickelten Industriestaaten keine Gefahr mehr da. Nur in Entwicklungsländern mit zu wenig oder relativ einseitiger Ernährung sind solche Mängelerscheinungen noch aktuell.

Vitaminarten
Allgemein unterscheidet man zwischen wasserlöslichen und fettlöslichen Vitaminen. Erstere werden vom der Niere schnell ausgeschieden und daher kaum im Körper gespeichert. Fettlösliche Vitamine hingegen nimmt der Darm auf. Besonders gut funktioniert das, wenn gleichzeitig Fette gegessen werden. Die fettlöslichen Vitamine, zu denen nur Vitamin A, D, E und K gehören, werden vom Körper länger gespeichert und müssen daher nicht regelmäßig aufs Neue aufgenommen werden. Anders verhält sich das mit den wasserlöslichen Vitaminen, die idealerweise jeden Tag in einer bestimmten Dosis über verschiedene Lebensmittel gegessen werden.

Vitamine und ihre Aufgaben
Insgesamt sind Vitamine an den meisten Stoffwechselvorgängen beteiligt und damit unverzichtbar. Nichtsdestotrotz sind nicht alle Vitamine gleich wichtig, weswegen auch nicht alle in den gleichen Mengen aufgenommen werden müssen.

Das mit Abstand bedeutendste Vitamin für den menschlichen Körper ist Vitamin C. Es findet sich unter anderem in Paprikas (rote Paprikas enthalten 140 mg pro 100 g), Zitrusfrüchten, vielen Beeren wie Johannisbeeren und Stachelbeeren, Brokkoli und Rosenkohl. Tagtäglich müssen idealerweise 100 mg Vitamin C aufgenommen werden, damit das Vitamin alle wichtigen Aufgaben im Körper übernehmen kann.

Anders verhält sich mit Vitaminen wie zum Beispiel Vitamin B12. Es wird auch Cobalamin genannt und sorgt im menschlichen Körper für die Bildung und Regenerierung der roten Blutkörperchen. Doch trotz dieser wichtigen Funktion reichen bereits 0,003 mg pro Tag aus, um diese Aufgaben sicherzustellen. Außerdem wird B12 von der Leber in so großen Mengen gespeichert, dass man damit im Prinzip mehrere Jahre versorgt werden könnte. Nur bei kleinen Kindern muss daher auf eine regelmäßige Einnahme des Vitamins geachtet werden.

Name Tagesbedarf (Milligramm pro Tag) Vorkommen Aufgabe
Vitamin C 100 Paprika, Zitrusfrüchten, Kiwi, Kohl, Sauerkraut Schützt vor Infektionen; wichtig für die Wundheilung sowie Zähne, Knochen und Bindegewebe
Vitamin B3 (Niacin) 13 – 17 Mageres Fleisch, Milch, Eier, Hering, Backwaren Verwertung von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten; gut für Nägel und Haare
Vitamin E 12 – 15 Pflanzliche Öle, Vollkornprodukte Schützt die Zellmembranen, Fettsäuren und Vitamin A vor der Zerstörung durch Sauerstoff; stärkt das Immunsystem
Vitamin B5 (Pantothensäure) 6 Leber, Weizenkeime, Fisch, Milch Fördert die Wundheilung
Vitamin B6 1,2 – 1,6 Leber, Kiwis, Kartoffeln, Fisch, Hühner- und Schweinefleisch Unterstützt den Aufbau von Eiweißen; hilft dem Immunsystem;
Vitamin B2 1,2 – 1,5 Spinat, Milch, Eier, Kalbsfleisch Wichtig für das Nervensystem
Vitamin B1 1,0 – 1,3 Schweinefleisch, Hülsenfrüchte Beeinflusst den Kohlehydrate-Stoffwechsel
Vitamin A 0,8 – 1,1 Möhren, Tomaten, Spinat, Grünkohl Stärkt das Sehvermögen
Vitamin B11 (Folsäure) 0,4 Leber, Spinat, Tomaten, Sojabohnen Gut für die Haut
Vitamin K 0,06 – 0,08 Spinat, Feldsalat, Kohl, Milch, Eier, Fleisch Unterstützt die Blutgerinnung ; regelt die Knochenbildung
Vitamin B7 (Biotin) 0,03 – 0,06 Leber, Blumenkohl Wichtig für gesunde Haare und Haut
Vitamin D 0,005 Eier, Fisch Unterstützt den Knochenaufbau
Vitamin B12 0,003 Leber, Fisch, Milch Bildung und Regeneration von roten Blutkörperchen

Quellen:

http://www.apotheken-umschau.de/Vitaminlexikon
http://eatsmarter.de/gesund-leben/gesundheit/vitamine-uebersicht
http://www.bankhofer-gesundheitstipps.de/zehn-wichtigsten-vitamine.html
http://flexikon.doccheck.com/de/Skorbut
https://www.test.de/Vitamine-Aktive-Menschen-brauchen-mehr-1841229-1840839/
https://de.wikipedia.org/wiki/Skorbut
https://de.wikipedia.org/wiki/Beriberi
https://de.wikipedia.org/wiki/Vitamin_D#Nat.C3.BCrliche_Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Nachtblindheit
https://de.wikipedia.org/wiki/Cobalamine#Bedarf

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Written by Stefan

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