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Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmailEvolutionstheorie

Bis zur Entstehung der Evolutionstheorie glaubten die meisten Menschen, dass Gott die Welt geschaffen hätte. Durch ihn seien alle Lebewesen entstanden – eine Tatsache, die durch ihre Schönheit und ihre gute Anpassung an die Natur als bestätigt schien. Deswegen würden sich Arten laut der Schöpfungsgeschichte auch nicht verändern oder aussterben.

Dieses Verständnis änderte sich grundlegend mit der Arbeit von Forschern von Lamarck, Cuvier und Darwin. Sie alle begannen sich über die perfekte Anpassung von manchen Arten zu wundern und untersuchten verschiedene Spezies. Als Resultat entstand, hauptsächlich durch die Erkenntnisse Darwins, die moderne Evolutionstheorie. Sie besagt, dass Arten sich im Laufe der Zeit durch Veränderung ihrer vererbbaren Merkmale an bestimmte Situationen anpassen und sich so entwickeln. Sie unterlaufen also eine Evolution.

Die Arbeit von Lamarck
Als einer der ersten Evolutionstheoretiker entwickelte der französische Zoologe Jean-Baptiste de Lamarck um 1800 die Idee von der Veränderlichkeit der Arten. Laut ihm entstünden Spezies durch Urzeugung, also durch die plötzliche Belebung von Materie. Sie würden sich dann stetig weiterentwickeln, um sich anzupassen. Als Beispiel nimmt er eine Giraffe, die vermutlich zuerst nur einen sehr kurzen Hals hatte. Um trotzdem höher gelegene Blätter zu erreichen, wurde ihr Hals im Laufe der Zeit durch Entwicklung immer länger. Die Fehler in Lamarcks Theorie lagen in der Annahme, dass die Spezies nicht miteinander verwandt seien. Es gäbe also keine gemeinsamen Vorfahren; stattdessen würden sich die Arten unabhängig voneinander entwickeln.

Darwins Forschungen
Darwin, der heute als Urvater der Evolutionstheorie gilt, machte ähnliche Annahmen wie Lamarck. Allerdings führte er diese fort und verbesserte die Schwachstellen von Lamarcks Theorie durch seine eigenen Beobachtungen.

Laut Darwin sind nicht alle Lebewesen durch Urzeugung erstanden. Stattdessen teilen sie alle eine gemeinsame Urform, aus der sich mit der Zeit immer mehr Spezies entwickelt haben. Solche Populationen erzeugen Nachkommen, da jedes Lebewesen danach strebt, sich zu vermehren. Allerdings werden dabei mehr Nachkommen gezeugt, als eigentlich nötig wären. Denn in jedem Ökosystem steht nur eine begrenzte Anzahl an Ressourcen zur Verfügung.

Da sich jedes Tier durch verschiedene Gene nach dem Zufallsprinzip leicht von den anderen unterscheidet, sind manche Wesen besser an die Lebensbedingungen angepasst als andere. So besitzen manche Tiere bspw. einen minimal längeren Hals, mit dem sie mehr Nahrung erreichen können. Durch diesen Vorteil ist die Überlebenschance jener Lebewesen besser als die anderer und die Chance, ihre Gene an die nächste Generation weiterzugeben, ist größer. Da die vorteilhaften Gene also öfters in die nächste Generation eingebracht werden, kommt es langsam zu einer Entwicklung. Man spricht dabei auch vom „Survival of the fittest“ bzw. das Überleben derer, die am besten an die jeweiligen Lebensbedingungen angepasst sind.

Zu diesen Erkenntnissen kam Darwin aufgrund verschiedener Forschungsreisen zu Ländern und Inseln, auf denen er Tiere und Pflanzen beobachtete. Als besonders prägend gilt sein Besuch auf den Galapagos-Inseln, wo der Forscher Finkenarten beobachtete. Er stellte fest, dass in unterschiedlichen Inselgebieten verschiedene Finkenarten lebten, die alle eine andere Schnabelform besaßen. Da jeder Inselbereich sich durch andere Pflanzen und Lebensbedingungen auszeichnete, schloss Darwin daraus, dass die Finken sich an die jeweilige Situation angepasst haben mussten. Seine Erkenntnisse veröffentlichte der Forscher 1859 in dem Buch „Über die Entstehung der Arten“. Und auch wenn Darwins Annahmen richtig waren, verstand man erst viel später mit dem Aufkommen der Genetik, wie sich die Anpassung von Lebewesen genau abspielte.

 

Quellen:
http://www.planet-wissen.de/natur/forschung/evolutionsforschung/pwiesurvivalofthefittestdiehauptthesenderevolutionstheorie100.html
http://www.biologie-schule.de/evolutionstheorie-darwin.php
http://www.biologie-schule.de/katastrophentheorie-cuvier.php
https://de.wikipedia.org/wiki/Evolutionstheorie
http://www.frustfrei-lernen.de/biologie/charles-darwin-evolutionstheorie-biologie.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Spontanzeugung
https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Baptiste_de_Lamarck#Evolutionstheorie
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_Entstehung_der_Arten
https://de.wikipedia.org/wiki/Darwinismus
https://de.wikipedia.org/wiki/Evolution

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Written by Stefan

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