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Im antiken Griechenland gab es viele Mythen, die von Göttern, Halbgöttern, Fantasiewesen oder auch menschlichen Helden handelten. Die Menschen der damaligen Zeit glaubten an diese Wesen und richteten einen großen Teil ihres Lebens danach aus. So musste man sich bspw. richtig verhalten, um den Segen und die Gnade der Götter zu erhalten. Außerdem veranstaltete man verschiedene Feste (z. Bsp. die antiken Olympischen Spiele) zu Ehren der Götter und errichtete prächtige Bauwerke in ihrem Namen. Bestes Beispiel dafür ist der Artemis-Tempel in der antiken Stadt Ephesos in der Türkei. Das Bauwerk wurde zwar schon vor Langem zerstört, war aber zu seiner Zeit so prächtig und imposant, dass es heute immer noch als eines der 7 alten Weltwunder gilt. Zu anderen Bauwerken, die noch zu besichtigen sind, zählt bspw. der Zeustempel in Athen.

Heutzutage ist der Glaube an die alten Götter in Griechenland und auch darüber hinaus nicht mehr vorhanden. Nichtsdestotrotz kennen immer noch viele die Götter und ihre ihnen zugesprochenen Aufgaben. Denn sie finden sich auf vielen Kunstwerken der damaligen Zeit und werden außerdem in Filmen, Serien und Büchern thematisiert.

Entstehungsgeschichte der Götter
Die Entstehungsgeschichte und der Hintergrund der antiken Götter sind nicht eindeutig geklärt. Es existieren allerdings verschiedene Quellen, die den Stammbaum und die Geschichte relativ ähnlich dokumentieren. So waren nach der Entstehung der Erde die ersten Götter Gaia als Personifikation der Erde, Tartaros als Unterwelt, Eros als Liebe, Erebos als Finsternis und Nyx als Nacht. Die Götter hatten allesamt Nachkommen, einer von ihnen war der Titan Kronos. Er riss die Macht an sich, wonach die Herrschaft der Titanen begann. Zusammen mit der Titanin Rhea zeugte er Zeus, der wiederum die Herrschaft der Titanen mit dem Mord an seinem eigenen Vater beendete.

Ab diesem Zeitpunkt spricht man von der Herrschaft der olympischen Götter, die ihren Namen dem Olymp verdanken. Er ist das höchste Gebirge Griechenlands und angeblicher Thron und Aufenthaltsort der Götter. An ihrer Spitze stand Zeus als Göttervater. Die olympischen Götter sowie ihre Geschwister und Nachkommen sind jene Götter, die im antiken Griechenland am längsten verehrt wurden und die heute noch gemeint sind, wenn von den griechischen Göttern gesprochen wird.

Götter des Olymp
Die olympischen Götter sind jene 12 Götter, die im Olymp residieren. Jedem von ihnen wurden bestimmte Eigenschaften und Aufgaben zugesprochen. Dies ergab sich aus der Notwendigkeit der Einwohner Griechenlands, verschiedene Gottheiten für verschiedene Bereiche des Lebens anbeten zu können. So wurde bspw. der Kriegsgott Ares vor wichtigen Schlachten angerufen und um seinen Segen und Glück geboten. Begab man sich auf Reisen, wandte man sich hingegen an Hermes.

Gottheit Aufgabe
Zeus Göttervater; Gott des Himmels, des Blitzes und Donners
Poseidon Gott des Meeres
Hera Göttin der Ehe und der Familie
Demeter Göttin der Fruchtbarkeit
Apollon Gott des Lichts, der Heilung und der Künste
Artemis Göttin der Jagd, der Wildnis und des Mondes
Athene Göttin der Weisheit
Ares Gott des Krieges
Aphrodite Göttin der Liebe und der Schönheit
Hermes Gott des Handels und der Reisenden
Hephaistos Gott des Feuers und der Schmiedekunst
Hestia Göttin des heiligen Herdfeuers

Andere Götter, die nicht im Olymp wohnten, aber trotzdem angebetet wurden, sind die Nachfahren der olympischen Götter. Sie wurden entweder untereinander oder mit Menschen gezeugt, was sie zu Halbgöttern machte. Ein Beispiel wäre Dionysos, der Sohn Zeus, der je nach Quelle mit einer Sterblichen oder einer anderen Gottheit gezeugt wurde. Wegen dieser Unklarheit wird er auch nicht als Halbgott, sondern als vollwertiger Gott angesehen. Er gilt als Gott des Weines und der Fruchtbarkeit.

Römische Pendants zu den griechischen Göttern
Die meisten griechischen Götter finden sich auch in der römischen Mythologie, allerdings haben sie andere Namen. Dieses Verhalten nennt man „Interpretatio Romana“. Es bedeutet, dass die Römer Götter, die nicht ihre eigenen sind, übernommen und durch neue Namen an ihre Kultur angepasst haben. Zwar wurden die Gottheiten nicht so stark wie in Griechenland verehrt, sie hatten aber nichtsdestotrotz eine große Bedeutung für die Menschen im antiken Rom.

Jeder der olympischen Götter hat daher ein römisches Pendant und auch die meisten anderen Gottheiten finden sich in der römischen Mythologie. So entspricht Zeus bspw. dem römischen Göttervater Jupiter, Poseidon dem Wassergott Neptun etc.

Quellen:
http://www.griechenland-entdecker.de/griechische-goetter
http://www.mythentor.de/griechen/anfang.htm
http://fabelwesen.net/griechische-goetter/
https://de.wikipedia.org/wiki/Olymp
https://de.wikipedia.org/wiki/Griechische_Mythologie#Entstehung_der_G.C3.B6tter_und_der_Welt
https://de.wikipedia.org/wiki/Gaia_(Mythologie)
https://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_G%C3%B6tter
https://de.wikipedia.org/wiki/Interpretatio_Romana
https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mische_Mythologie
https://de.wikipedia.org/wiki/Dionysos

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Written by Stefan

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