920 x angesehen
Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Als Subventionen bezeichnet man finanzielle Unterstützungen, die der Staat bestimmten Unternehmen oder Industrien gewährt. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie ohne direkte Gegenleistung erfolgen und stehen in Abgrenzung zu den Transferleistungen. Diese werden an natürliche Personen oder einzelne Unternehmen vergeben. Bekannte Beispiele für solche Transferleistungen bzw. Sozialleistungen sind Arbeitslosengeld, Wohngeld und das Bafög für Studenten.

Das Hauptziel von Subventionen ist die wirtschaftliche Unterstützung eines Unternehmens oder einer Branche. Diesen soll geholfen werden, sich an eine veränderte Marktsituation anzupassen. Manche Subventionen werden auch genehmigt, um ein bestimmtes wirtschaftliches Verhalten wie bspw. das Wirtschaftswachstum durch Existenzgründungs-Zuschüsse zu fördern.

Zu den häufigsten Subventionen zählen direkte Geldzahlungen und Steuererleichterungen. Außerdem vergibt man sie in Form von Darlehen, die aber im Gegensatz zu Geldleistungen zurückgezahlt werden müssen. Das subventionierte Unternehmen bzw. die subventionierte Branche profitiert hierbei von besseren Zinsen.

Andere Arten sind die Bürgschaft, bei der der Staat für ein Unternehmen, das eigentlich aufgrund seiner finanziellen Situation keinen Kredit erhalten würde, bürgt, und die Realförderung. Letztere ist das Vergeben von Aufträgen (bspw. der Neubau einer Immobilie) an gefährdete Unternehmen, auch wenn diese den Auftrag zu einem höheren Preis als andere ausführen. Der Staat verzichtet hierbei also zur Unterstützung auf einen Preisvorteil.

Arten von Subventionen

Allgemein unterscheidet man zwischen den drei großen Typen Förderungs-, Anpassungs- und Erhaltungssubvention. Erstere nutzt man, wenn neue Wirtschaftsbereiche erschlossen oder ausgeweitet werden sollen, die eine hohe Produktivität und ein großes Zukunftspotenzial besitzen. Deswegen unterstützt man hierbei hauptsächlich Unternehmen, die modernen Geschäftsfeldern nachgehen (bspw. technologische Firmen).

Im Gegensatz dazu stehen die Anpassungsinvestitionen, die zum Einsatz kommen, wenn die Wirtschaft sich durch Trends verändert. Durch den fortschreitenden Klimawandel und die Erschöpfung der fossilen Brennstoffe werden zum Beispiel die Industrie und die Erforschung erneuerbarer Energie stark subventioniert.

Die dritte Subventionsart ist die Erhaltungssubvention, deren Hauptziel im Schutz bestimmter Branchen liegt. Diese sind oftmals nicht mehr zeitgemäß und leiden unter den Herausforderungen der modernen Wirtschaft. Beispiele sind die Landwirtschaft und der Bergbau.

Problematik von Subventionen

Obwohl Subventionen grundsätzlich positive Ziele verfolgen, stellen sie oftmals Nachteile für andere Branchen oder Länder dar. Denn sie zerstören das Gleichgewicht der freien Wirtschaft und geben dem subventionierten Unternehmen bzw. der subventionierten Branche einen Vorteil.

Als Beispiel sollen die Unternehmen der Bergbau-Branche eines bestimmten Landes dienen. Sie werden mit Geldleistungen unterstützt und können dadurch ihre Produkte wieder zu niedrigen Preisen anbieten, um mehr zu verkaufen – auch international. Darunter leiden allerdings die Bergbau-Unternehmen anderer Länder. Sie müssen ihre Kosten decken und da sie keine finanzielle Unterstützung dafür erhalten, schlägt sich das in einem höheren Preis nieder. Da die Konkurrenz nun bessere Preise bietet, werden sie weniger Umsatz machen.

Um diese Nachteile zu umgehen und zu reduzieren, gibt es strenge Auflagen gegen Subventionen. In der Europäischen Union dürfen sie bspw. nur in wenigen, gerechtfertigten Fällen gewährt werden. Wenn Länder dagegen verstoßen und benachteiligende Subventionen vergeben, können sich andere Mitgliedsstaaten bei der Europäischen Kommission oder auch der Welthandelsorganisation beschweren. Diese Organisationen können dann bei Zustimmung die gewährten Finanzmittel einstellen und das Unternehmen bzw. die Branche zur Rückzahlung anordnen. In Deutschland selbst werden Subventionen ebenfalls streng überwacht und müssen alle zwei Jahre in Form eines Subventionsberichts dem Bundestag vorgelegt werden.

 

Quellen:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/subvention.html
http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20798/subventionen
http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/subventionen/subventionen.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Subvention

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Written by Stefan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.